KIDZ SKIN Andreas Weins Kinder- und Jugenddermatologe Ulm. Hautarzt 
 für Kinder im Raum Augsburg, Stuttgart und Günzburg.

FRÜHLINGSGEFÜHLE FÜR ALLERGOLOGEN!

Trotz Nebel und Nieselregen denken Allergologen bereits an das kommende Frühjahr und Sommer:
Wenn Bäume, Gräser und Kräuter wieder blühen – und der Pollenflug für Niesreiz, Augentränen und
Husten sorgt. Vor Beginn der Pollensaison ist der richtige Zeitpunkt mit einer allergenspezifischen Immuntherapie zu beginnen – nicht nur um langfristig die Symptome zu lindern.

Allergien nehmen zu

Aktuelle Erhebungen (Holstiege et al, Versorgungsatlas-Bericht. 2021) bestätigen, dass allergische Beschwerden an Augen, Nase und Atemwegen nicht nur weit verbreitet (ca. 7% der Bevölkerung sind betroffen), sondern auch weiter auf dem Vormarsch sind: Über die vergangenen 10 Jahre nahm die Zahl der Allergiker um über 19% zu.

Auch Kinder und Jugendliche sind betroffen

Die allergische Rhinokonjunktivits betrifft dabei nicht nur Erwachsene, sondern auch immer mehr
Kinder und Jugendliche. Bekannt ist, dass die allergischen Beschwerden nicht nur als lästig
empfunden werden, sondern nachweislich Aufmerksamkeit, Konzentrationsfähigkeit und damit auch
die Leistungsfähigkeit in Schule und Beruf beeinträchtigen.

Was hat Heuschnupfen mit Asthma zu tun?

Zudem ist ein gerade ein unkontrollierter Heuschnupfen mit einem höheren Risiko für die spätere
Entwicklung eines allergischen Asthmas verbunden. Man spricht hier von dem sog. Etagenwechsel.
Das heißt: die zunächst an Augen und Nase beginnende allergische Entzündung bahnt sich ihre Weg
zu den unteren Atemwegen.

Entsprechend wichtig ist es, bereits frühzeitig diesem allergischen Marsch entgegenzuwirken.
Antiallergika in Form von Nasenspray, Augentropfen und Tabletten lindern zwar die Symptome im
Alltag, haben jedoch keinen Einfluss auf ein mögliches Voranschreiten der Erkrankung.
Anders als bei anderen Allergien besteht bei Heuschnupfen jedoch die Möglichkeit einer ursächlichen
Therapie: der allergenspezifischen Immuntherapie, oder auch: Hypo- bzw. Desensibilisierung.

Symptomatische oder kausale Therapie?

Bei einer Hyposensibilisierung werden Allergenextrakte mit der Absicht verabreicht, eine immunologische Toleranz zu erzeugen. Möglich ist dies durch Einnahme von Tabletten und Lösungen oder mittels regelmäßiger
Injektionen. Dies ist jedoch nur möglich, wenn der spezifische Auslöser der allergischen Beschwerden
bekannt ist. Angesichts einer Vielzahl möglicher Auslöser ist eine gezielte Diagnostik hier besonders
wichtig.

Voraussetzung hierfür ist eine ausführliche Anamnese, mit der in aller Regel bereits eine Eingrenzung
wichtige Erkenntnisse möglich ist. Der Anamnese kommt aber auch deshalb besondere Bedeutung
zu, weil Heuschnupfenbeschwerden nicht selten im Kontext anderer Allergien oder Beschwerden an
anderen Organsystemen auftreten – wie beispielsweise der Haut (Neurodermitis). So ergeben sich
selten für den Einzelnen nicht selten auch neue Zusammenhänge, die eine ganz besondere
Behandlungsstrategie ermöglichen: Eine ganzheitliche, bei der Mensch mit seinen individuellen
Beschwerden und Bedürfnissen im Mittelpunkt steht.

Photo by Diana Polekhina on Unsplash

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